Warum werden Menschen “fies” und rechthaberisch, besonders in kleinen Strukturen wie Vereinen? Innere Angstabwehr?! Wieso halte ich an starren, altbewährten Strukturen fest, weil “das haben wir schon immer so gemacht!!“?
Macht als Angstkompensation
In unserer BANI-Welt (→ brüchig, → angstbesetzt) fühlen sich Menschen ohnmächtig.
“Machtgier” ist ein Versuch, inneres Chaos durch äußere Kontrolle zu beruhigen.
Im unentgeltlichen und frei-willigen Ehrenamt können Menschen, die im Beruf oder Alltag wenig Einfluss haben, durch Ränge und Abzeichen “Selbstwirksamkeit simulieren”. Wenn diese kleine Machtbasis bedroht wird, reagieren sie aggressiv(?)
Auf einer Meta-Ebene führt Machtgier zur Abkapselung…
Die Mächtigen (oder die Möchte-gern’, die sich dafür halten) sehen sich nicht mehr als Teil der Gemeinschaft, sondern als deren “Besitzer” oder “Verwalter” (Analog zur Technokratie; Den Staat als Startup führen…)
⇒ Menschen werden zu Ressourcen degradiert (überspitzt “Human Resources”). Empathie wird als Schwäche abtrainiert?
Hybride Kriegsführung
Machtgierige Akteure nutzen Desinformation und Angst / Wut ( ⇒ Emotionen), um die Gesellschaft zu destabilisieren (Social Media).
In der schnellebigen Welt wählt der Mensch immer den Weg des geringsten Widerstands. Negative Emotionen binden noch stärker als komplexe Fakten. Die Informationsdichte ist zu hoch, und man kann sich nicht mit jedem und allem beschäftigen.
⇒ Die Zersetzung von “Einigkeit und Recht und Freiheit”, weil eine geeinte, freie Gesellschaft schwerer zu beherrschen ist als eine verängstigte Herde.
⇒ Wehrhafte Demokratie ist nie neutral
Gegenmittel: Wahre Führung (“Innere Führung”) bedeutet, Macht als Verantwortung (“Dienst”) zu verstehen, nicht als Privileg.